← Zurück zum Blog

Die zehn wichtigsten Vulkane der Azoren

2025-03-10

Die Azoren liegen an einem Tripel-Punkt der Nordamerikanischen, Eurasischen und Afrikanischen Platte. Jede Insel ist vulkanisch, jede Küste hat irgendeine Eruption geformt, und mehrere Zentren sind weiter aktiv – der Capelinhos-Ausbruch 1957 fügte Faial in lebender Erinnerung neues Land hinzu.

1. Pico

Mit 2.351 m der höchste Berg Portugals und einer der schönsten Schichtvulkane Europas. Ein nahezu perfekter Kegel, der direkt aus dem Atlantik aufsteigt. Mit Permit in etwa sechs bis acht Stunden hin und zurück erstiegen.

2. Sete Cidades (São Miguel)

Eine 5 km breite Caldera mit zwei Kraterseen – einer blau, einer grün – am Grund. Die Aussichten von Vista do Rei und Boca do Inferno sind die am meisten fotografierten Landschaften des Archipels.

3. Furnas (São Miguel)

Ein Geothermiedorf im Osten São Miguels, wo der berühmte Cozido-Eintopf in vulkanischen Schloten im Boden gegart wird. Der Furnas-Calderasee ist von heißen Quellen gesäumt.

4. Fogo / Água de Pau (São Miguel)

Der zentrale Vulkan São Miguels mit der spektakulären Lagoa do Fogo im Inneren. Ein langer Höhenweg umrundet einen Teil des Calderarandes.

5. Capelinhos (Faial)

Die surtseyanische Eruption 1957–58, die vor der Westspitze Faials ausbrach und eine 2,4 km² große Halbinsel anlegte. Der alte Leuchtturm steht heute landeinwärts auf frischer Asche. Das Besucherzentrum am Ort erzählt die Geschichte gut.

6. Caldeira do Faial

Die alte Zentralcaldera Faials – 2 km breit, 400 m tief, mit grünen Wänden, die zu einem bewaldeten Boden abfallen. Vom Inselhochland aus in wenigen Minuten erreicht.

7. Pico Alto (Santa Maria)

Die älteste Insel der Azoren ganz im Osten. Der Vulkanismus ist weitgehend erloschen, erodiert zu gelben Tuffklippen entlang der Küste.

8. Caldeira das Sete (Flores)

Die nach Blumen benannte Westinsel hat mehrere Kraterseen in einer älteren Caldera – eine Landschaft aus Nebel, Wasserfällen und weidenden Rindern.

9. Pico da Vara (São Miguel)

Der erodierte Nordostschild São Miguels, umgeben von einem Lorbeer- Nebelwald und Rückzugsort des endemischen Azoren-Gimpels.

10. Don João de Castro Bank (submarin)

Ein submariner Vulkan zwischen São Miguel und Terceira, dessen Ausbruch 1720 kurzzeitig eine Insel bildete, die seither zu einer flachen Bank erodiert ist. Eine Erinnerung daran, dass der Mittelatlantische Rücken hier weiter wächst.

Wie der Tripel-Punkt funktioniert

Die Azoren liegen am Treffpunkt dreier Platten. Der Mittelatlantische Rücken läuft nord-südlich durch das Archipel; der Terceira-Rift, eine „lecke" Plattengrenze, verläuft Nordwest–Südost. Die Aktivität ist eine Mischung aus basaltischem Schildwachstum und explosiven felsischen Eruptionen.

Sicherheit und Zugang

Der Pico erfordert eine Genehmigung und solide Bergerfahrung. Capelinhos ist frei begehbar. Die Geothermalöffnungen in Furnas sind außerhalb der markierten Wege gefährlich. Vor dem Besuch aktiver Gebiete stets die Mitteilungen des Centro de Vulcanologia (Universität der Azoren) prüfen.

Auf der Karte

Wer die Karte auf die Azoren filtert, sieht neun Inseln entlang eines Tripel-Punkts aufgereiht – jeder See ist eine Caldera, jede Klippe eine Strömungsfront, jedes Dorf steht auf Vulkanboden.