Die zehn wichtigsten Vulkane El Salvadors
El Salvador ist das kleinste Land Mittelamerikas und eines der vulkanreichsten. 23 Schichtvulkane reihen sich entlang des mittelamerikanischen Vulkanbogens, einige davon häufig aktiv, alle in Tagesfahrt von San Salvador erreichbar. Der berühmte Kaffee des Landes wächst auf der Erde dieser Ausbrüche.
1. Santa Ana (Ilamatepec)
Mit 2.381 m der höchste Vulkan des Landes, mit aktivem schwefelgelben Kratersee. Der Ausbruch 2005 tötete zwei Menschen und erzwang Evakuierungen. Geführter Aufstieg in drei bis vier Stunden hin und zurück.
2. San Salvador (Quezaltepec)
Der Hausvulkan der Hauptstadt, mit letztem Ausbruch 1917. Der Gipfelkrater wird über eine kurze Wanderung vom El-Boquerón-Park-Tor erreicht.
3. Izalco
Ein nahezu perfekter Kegel, der zu Beginn des 18. Jahrhunderts aus einer Ebene wuchs. Er brach rund 200 Jahre ununterbrochen aus und bekam den Beinamen „Leuchtturm des Pazifiks", bevor er 1966 zur Ruhe kam. Vom Cerro Verde aus weiterhin besteigbar.
4. Cerro Verde
Der bewaldete ältere Schichtvulkan neben dem Izalco, mit Nebelwald- wegen und Parkplätzen für die Aufstiege auf Izalco und Santa Ana. Der Nationalpark Cerro Verde ist der Kern des westlichen Vulkandreiecks.
5. San Miguel (Chaparrastique)
Der wichtigste aktive Vulkan im Osten des Landes; brach 2013 nach langer Ruhepause aus. Kaffeeplantagen bedecken die unteren Hänge.
6. Tecapa
Ein kleiner Schichtvulkan mit türkisem Kratersee (Laguna de Alegría) im Gipfelkrater. Vom Städtchen Alegría aus besucht – eine der schönsten Tourismusstrecken des Landes.
7. Conchagua
Mit Blick auf den Golf von Fonseca im Osten gibt dieser 1.243 m hohe Schichtvulkan ein Panorama bis Honduras und Nicaragua frei. Von La Unión mit kurzer Fahrt und kleiner Wanderung erreicht.
8. Ilopango
Ein großer Calderasee östlich von San Salvador, entstanden bei der Eruption „Tierra Blanca Joven" um 535 n. Chr., die möglicherweise das globale Klima über Jahre verdunkelt hat. Heute: Bade- und Wochenendsee.
9. Boquerón (Gipfelkrater San Salvador)
Der eindrucksvolle Gipfelkrater des San-Salvador-Vulkans, 1,5 km breit, 500 m tief. Im Inneren steckt ein kleinerer Schlackekegel aus dem Ausbruch 1917.
10. Coatepeque
Ein Calderasee westlich von San Salvador, entstanden durch große pleistozäne Eruptionen. Wochenendziel mit Strandrestaurants und Bootsverleih. Hydrothermale Quellen am Ufer.
Warum El Salvador so vulkanisch ist
Die Cocos-Platte taucht mit etwa 7 cm/Jahr nordöstlich unter die Karibische Platte – eine der schnellsten Konvergenzraten Lateinamerikas. Der mittelamerikanische Vulkanbogen zieht durch das ganze Land, und die dichte Bevölkerung sitzt direkt darauf.
Sicherheit und Zugang
Die wichtigen Vulkane werden über das Nationalparksystem (MARN) mit Führern besucht. Einige Gebiete hatten in der Vergangenheit Sicherheitsprobleme; aktuelle Hinweise vor abgelegenen Touren prüfen. Kaffeefarm-Besuche lassen sich gut mit Vulkanstops kombinieren.
Auf der Karte
Wer die Karte auf El Salvador filtert, sieht den Bogen als auffallend klare Linie – fast jede größere Stadt liegt in Sichtweite eines aktiven Schichtvulkans.